Hatha-Yoga
Hatha Yoga ist eine ruhige Yogaform, die aus Körperübungen, Atemtechniken und Entspannung besteht. In der medizinischen Forschung wird genau diese Kombination häufig untersucht, wenn es um die unterstützende Behandlung von Brustkrebs geht.
Text: Gina Wigger
Geprüft: Dr. med. Stefanie Stirnberg
Lesezeit: 5 Min
Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren untersucht, ob und wie Yoga (insbesondere Iyengar Yoga, eine spezielle Form von Hatha‑Yoga) Brustkrebspatient:innen unterstützen kann. Dabei standen vor allem sogenannte „patientenberichtete Outcomes“ im Fokus, also Aspekte wie Lebensqualität, psychisches Wohlbefinden und körperliche Beschwerden.
1. Bessere Lebensqualität
Mehrere Studien zeigen, dass Yoga die Lebensqualität von Brustkrebspatient:innen verbessern kann. Sei es im Alltag, im Wohlbefinden, als auch im Umgang mit der Erkrankung.

2. Weniger Angst
Yoga kann psychische Belastungen deutlich reduzieren. Sowohl Angst als auch depressive Symptome gehen in vielen Studien spürbar zurück.
3. Hilfe bei Erschöpfung (Fatigue)
Die krebsbedingte Erschöpfung gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen der Therapie. Die sogenannte Fatigue haben wir bereits in einem unserer anderen Artikel genauer beschrieben. Die Studienlage zeigt, dass (Iyengar bzw. Hatha) Yoga diese Symptome der Fatigue messbar lindern kann und somit den Alltag der Betroffenen erleichtert.

Wie wirkt Yoga?
Die positiven Effekte lassen sich wissenschaftlich erklären:
- Regulierung des Stresssystems im Körper
- Aktivierung des parasympathischen Nervensystems («Ruhemodus»)
- Kombination aus Bewegung und Entspannung
Dadurch verbessert sich sowohl das körperliche als auch das psychische Gleichgewicht. Jedoch ersetzt (weder Iyengar noch Hatha) Yoga auf keinen Fall eine Krebstherapie, sondern ergänzt sie sinnvoll. Die Wirkung betrifft vor allem Symptome und Lebensqualität, nicht den Tumor selbst.
Fazit
Yoga ist eine gut untersuchte, sichere Ergänzung in der Brustkrebsbehandlung. Besonders hilfreich ist es gegen Stress, Erschöpfung und psychische Belastung – und kann so den Heilungsprozess indirekt unterstützen.


